Ritterorden
Heinrich III. der Erlauchte
 

Konrad, der Grosse, Stammvater der Wettiner


Der Geburtsort sowie das genaue Datum seiner Geburt sind nicht bekannt. Allein die Lauterberger Chronik überliefert als Sterbedatum den 5. Februar 1157. Zu diesem Zeitpunkt soll Konrad, der Große, 59 Jahre alt gewesen sein. Sein vermutliches Geburtsjahr liegt demzufolge zwischen 1098 und 1099. Der Chronist der Lauterberger Chronik gehörte dem Konvent der Augustinerchorherren auf dem Lauterberg an, demzufolge ist dieser Zeitpunkt nicht unglaubwürdig. Die Chorherren hatten die Aufgabe, das Gedächtnis an den hohen Verstorbenen aufrecht zu halten. Das Grab Konrads befindet sich auch heute im 21. Jahrhundert noch in der Stiftskirche. Der Vater Konrads, Graf Thimo, Onkel des im Jahre 1 103 verstorbenen Heinrich I. von Eilenburg und Bruder des Markgrafen Dedo IL von der Ostmark. Seine Mutter Ida, war eine Tochter Ottos von Northeim, welcher von 1061 bis 1070 Herzog der Bayern war. Also ist davon auszugehen, das Konrad bereits mit den herrschaflichen Häusern seiner Zeit verwandt und seine Eltern nicht unvermögend waren.


Konrad selbst heiratete vor 1119 die Tochter des schwäbischen Grafen Adalbert von Elchingen, sie trug den Namen Luitgard. Aus dieser Verbindung gingen 5 Söhne und 6 Töchter hervor. Konrad verfügte über Besitzungen, welche zum Teil noch aus dem Besitz seines Vaters stammten bzw. aus dem Erbe seines Onkels Wilhelm v. Camburg. In seinem Hochzeitsjahr schenkte Konrad dem Kloster Reinhardsbrunn Güter und Zehnte sowie die Pfarrkirche zu Torgau. Drei Jahre früher, also 1116, übereignete er dem Kloster den Ort Launitz und die Hälfte des dortigen Waldes. Bei diesem Ort handelt es sich um das heutige Klosterlausnitz.

Bereits zu seinen Lebzeiten, d. h. ein Jahr vor seinem Tode, teilte Konrad seine Besitzungen unter seinen 5 Söhnen auf. Als Ursache dafür kann vermutlich die ihm zu diesen Zeitpunkt wankend erscheinende Weltlage und seine religiöse Einstellung angesehen werden. Seine Söhne erhielten die nachfolgenden Territoren:


A) Otto, genannt der Reiche

verst. 1190, war vermählt mit Hedwig von Ballenstedt, eine Tochter Albrechts des Bären, erhielt die Mark Meißen,- aus dieser Verbindung gingen 4 Kinder hervor.


1. Albrecht, der Stolze † 1195

Markgraf v. Meißen, vermählt sich am 23. April 1 186 mit Sophia v. Böhmen, sie war die Tochter des Herzogs Friedrich v. Böhmen. Seine Tochter Christiane heiratete Hartmann IV. von Lobdeburg.


2. Dietrich, der Bedrängte †1221

Markgraf v. Meißen und der Ostmark (heutige Niederlausitz) vermählte sich mit Jutta, der Tochter des Thüringer Landgrafen Hermann L, hatte aber daneben weitere uneheliche Verbindungen aus welcher auch Kinder hervorgingen.


Aus der Ehe mit Jutta stammen die Kinder Hedwig † vor 1249, beerdigt im Kloster Bedburg, war vermählt mit Dietrich IV. v. Kleve, Otto † vermutl. bis August 1214, Sophia † 17. 3. 1280, vermählt mit Heinrich III. (VIII.) von Henneberg, Konrad, Illegitim, Mönch zu Erfurt.


Heinrich, der Erlauchte, Markgraf von Meißen und der Niederlausitz * 1218

†1288, über ihn wird im späteren Verlauf berichtet.

Dietrich illegitim, später Bischof von Naumburg Heinrich, illegitim, Probst von Meißen Jutta, illegitim ?, Existenz nicht genau erklärt


B) Dietrich, von Landsberg

verst. 1185, Markgraf der Ostmark war vermählt, in erster Ehe mit Luitgard v. Polen, daneben hatte er eine Verbindung mit Kunigunde v. N. Seine Kinder waren aus erster Verbindung Konrad † 1175 und Gertrud, sie war Nonne im Kloster Gerbstedt, aus der Nebenverbindung stammt Dietrich † 1215, Bischof von Merseburg.


C) Dedo V. von Groitzsch/Rochlitz

verst. 1190, Markgraf der Ostmark, war vermählt mit Mathilde v. Heinsberg und hatte 6 Kinder:


1.

Dietrich, welcher zunächst Domherr zu Magdeburg war und ab 1190 Graf v. Groitzsch/Sommerschenburg, er starb 1207 und war mit Jutta der Tochter des Ludwig III. v. Thüringen, einem Ludowiger verheiratet.

2.

Phillipp war Probst in Xanten

3.

Konrad v. Landsberg, Markgraf der Ostmark, verheiratet mit Elisabeth v. Polen

4.

Heinrich

5.

Goswin

6.

Agnes verheiratet mit Berthold VI. v. Andechs, Markgraf von Istrien und Herzog von Meranien


D) Heinrich I.

verst. 1181 wurde Craf von Wettin und vermählte sich mit Sophia de Austria, seine Söhne waren Heinrich II. von Wettin  †1187, Konrad und Ulrich von Wettin †1216 mit seinem Sohn Heinrich III. von Wettin starb im Jahre 1217 diese Linie aus. Die Tochter Sophia war vermählt mit Burchard III. Burggraf v. Magdeburg.


E) Friedrich I. von Brehna

verst. 1181 Graf von Brehna war vermählt mit Hedwig v. Mähren. Aus der Ehe

†1221 verm. mit Jutta v. Ziegenhain sowie Sophia, sie wurde Äbtissin von Quedlinburg.

Friedrich II. setzte die Linie fort mit seinen Söhnen Otto II. †1234 und Dietrich I. †1266/67. Seine Tochter Hedwig heiratete Dietrich I. von Honstein, die Tochter Luitgard war Nonne in Brehna.


Die Linie der Grafen v. Brehna, welche sich nur Grafen, nicht Markgrafen nannten, dauerte fort, bis Heinrich III. selbst Nachkommen hatte. Bis zu Heinrichs Volljährigkeit wird von den Grafen zu Brehna stets die Einwilligung als seine Miterben abgefordert.


Die Töchter Konrads, des Großen, Oda und Bertha waren Äbtissinen im Kloster zu Gerbstedt, Agnes Äbtissin im Kloster Quedlinburg.

Gertrud wurde mit dem Pfalzgrafen v. Rhein, Adela in erster Ehe mit Adalbert von Ballenstedt verheiratet und Sophia nahm Gebhardt I. v. Burghausen zum Manne.











Leitspruch der Wettiner